Einfache Tipps um (nicht nur in Krisenzeiten) Energie zu sparen!

Energie sollte grundsätzlich nie leichtfertig verschwendet werden. Durch die nunmehrige geopolitische Lage im Zuge der militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine und der damit im Zusammenhang stehenden exorbitanten Steigerungen der Gas-, Öl- und Strompreise sollte umso mehr auf einen sparsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen geachtet werden. Welche einfachen Maßnahmen bereits zu spürbaren Einsparungen in jedem Haushalt führen können, lesen Sie hier!

Wie kann ich (Warm-)Wasser im Haushalt einsparen?

Für einen Duschgang oder auch nur ein Händewaschen ist es absolut nicht notwendig, dass man das Wasser aus den Armaturen nur so mit voller Wucht „herausschießen“ lässt. Durch den Einbau von Durchflussmengenreglern und wassersparenden Armaturen kann der Wasserverbrauch insgesamt vermindert werden.

Wenn Ihr Spülkasten im WC rinnt, oder ein oder mehrere Wasserhähne tropfen – reparieren Sie es umgehend!! Rinnende WC-Spülkästen können schlimmstenfalls zwischen 30 – 40 Liter Wasser pro Tag vergeuden. Ebenso können tropfende Wasserhähne über das Jahr gesehen über 1.000 Liter Wasser ungenutzt in den Abfluss schicken!

Speziell Kinder, aber auch oft noch Erwachsene lassen das Wasser in der Dusche während des Einseifens durchlaufen. Ebenso läuft das Wasser oft während des Zähneputzens oder Rasierens die ganze Zeit durch. In all diesen Fällen führt das zwischenzeitige Abdrehen des Wassers zu spürbaren Einsparungen.

Zu guter Letzt noch ein Appell an alle „Badewannenfetischisten“: Duschen verbraucht viel weniger Energie (ca. 3-4-mal) als ein Vollbad!

Sämtliche Maßnahmen, die zu einer Verringerung des Wasserverbrauchs führen, schlagen sich auch gleichzeitig auf die (nicht) zu bezahlenden Kanalkosten nieder, daher: doppelter Spareffekt!

Energie sparen beim Wäschewaschen – so geht’s!

Wie bei allen Elektrogeräten ist bereits beim Kauf darauf zu achten, dass die Waschmaschine und/oder der Wäschetrockner kein „Energiefresser“ ist/sind. Am einfachsten erkennbar ist dies auf den darauf angebrachten Energieeffizienzlabels

Stellen Sie sich auch folgende Fragen: Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt? Wie alt sind diese und welchen „Verbrauch“ an Kleidern gibt es? Bei passionierten Sportlern gibt es neben der Arbeits- und Freizeitbekleidung zB auch noch viel an Sportwäsche. Bei Kleinkindern muss man die Kleidung oft gleich mehrmals am Tag wechseln, usw. Es macht einen großen Unterschied, wieviel Wäsche im Haushalt insgesamt anfällt und welches Gerät (Waschmaschine, Trockner) Sie daher, angepasst an diese Menge, kaufen sollten. Es klingt in diesem Zusammenhang wie eine „Binsenwahrheit“, aber waschen Sie Ihre Wäsche erst, wenn die Waschmaschine auch zur Gänze vollgefüllt werden kann. Dies kostet bei Weitem weniger Energie, als zwei Mal mit einer halbvollen Maschine zu waschen!

Bekanntermaßen können speziell Wäschetrockner wahre „Energiefresser“ sein. Versuchen Sie daher, diesen so wenig als möglich, oder besser noch, überhaupt nicht zu benutzen. Nützen Sei – falls vorhanden – Ihren Balkon oder die Terrasse, um die Wäsche auf einer Wäscheleine oder –ständer aufzuhängen und lufttrocknen zu lassen. In größeren Wohnanalgen stehen zum Teil auch eigene Wasch- bzw. Trockenräume zur Verfügung, um die Wäsche dort aufzuhängen.

Aber Achtung: In Einfamilienhäusern sollte die Wäsche nicht im Heizraum aufgehängt werden! Vor allem bei Öl- und Gasfeuerungsanlagen saugt der Brenner Staubpartikel und Fusseln an, womit in weiterer Folge das Gebläse am Brenner verschmutzt werden kann. Die unvollständige Verbrennung führt in weiterer Folge zu einem erhöhten Energieverbrauch und bewirkt somit genau das Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte.

Energiesparen auch beim Heizen?

Ja, hier kann viel an Energie und damit auch Kosten durch einfache Maßnahmen und Optimierungen eingespart werden! 

Wenn Sie Heizkörper verwenden achten Sie drauf, dass diese ihre volle Wirksamkeit entfalten können und es zu keinem selbstverschuldeten Verlust von Wärme kommt. Am Beginn der Heizperiode sind die Heizkörper jeweils zu entlüften und im Bedarfsfall Wasser nachzufüllen. Luft in der Leitung verhindert nämlich eine optimale Wärmeleitung! Ist dies erledigt, dann kontrollieren Sie, ob sämtliche Heizkörper die Wärme möglichst ungehindert in den Raum abgeben können: Dies ist zB dann nicht der Fall, wenn diese durch Möbel verbaut/eingehaust, oder etwa hinter einem Vorhang verborgen sind und dadurch die Abgabe der Wärme in den Raum be- bzw. verhindert wird.

So seltsam dies im ersten Moment klingen mag: regelmäßiges, richtiges Lüften hilft ebenfalls Energie zu sparen! Vermeiden Sie das ständige Kippen von Fenstern: Es braucht extrem viel Energie eine durch ständiges gekippt halten der Fenster abgekühlte Außenwand wieder aufzuwärmen. Lüften Sie stattdessen mehrmals am Tag für eine kurze Zeit (als Faustregel gilt, je kälter die Außentemperatur, umso kürzer das Lüften), damit kühlen die Mauern nicht komplett aus und die Innenluft ist in Kürze wieder – mit wenig Energie! – aufgeheizt. 

Und noch eins: Ist es wirklich notwendig, sämtliche Räume in einer Wohnung oder einem Haus auf 22 oder gar 24 Grad Celsius aufzuwärmen? Nur 1 Grad weniger Raumtemperatur bringt im Schnitt 5% Energieeinsparung! In einem kühlen Schlafzimmer schläft es sich ohnehin besser und man muss im Winter nicht in allen Räumen mit kurzer Hose und T-Shirt herumlaufen. Hängen Sie sich daher ein Innenthermometer auf, um dies kontrollieren zu können.

Für alle „Hobby Tim Mälzers“: Energiesparen kann man auch in der Küche!

Um Energie beim Erwärmen zu sparen gibt es folgende, einfache Grundregeln:

  • Das Backrohr bitte nur dann vorheizen, wenn es unbedingt notwendig ist! Eher auf ein gutes Zeitmanagement achten, um es nicht zu benötigen. Zudem ist es besser – falls beide Funktionen vorhanden – die Heißluft zu verwenden, da hier im Gegensatz zu Unter- und Oberhitze mit ca. 20 Grad weniger das Auskommen gefunden wird. Zudem ermöglicht es zB die zeitgleiche Nutzung mehrerer Bleche.
  • Die Töpfe und Pfannen auf dem Elektroherd sollen zur jeweiligen Herdplatte passen (kein kleiner Topf auf einem großen Feld!). Der Einsatz von passenden Deckeln auf den Töpfen spart zusätzlich Energie.
  • Benötigen Sie heißes Wasser (zB für Nudeln, usw.), dann erhitzen Sie es zuerst im Wasserkocher, bevor es in den Topf geschüttet wird. Dies spart zum Einen Zeit und zum Anderen viel Energie!
Energiesparen leicht gemacht

Um Energie zum Kühlen zu sparen, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Lassen sie noch warme Speisen zuerst auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden. Das spart Energie beim weiteren Abkühlen.
  • Für Kühlgeräte (Kühlschrank, Eisschrank) gilt: je tiefer die Temperatur, desto höher der Energieverbrauch. Die optimale Temperatur bei Kühlschränken liegt zwischen 5 und 7 Grad, bei Eisschränken/Tiefkühltruhen bei -18 Grad.
  • Achten Sie auch auf etwaige Eisbildungen: je mehr Eis vorhanden ist, desto höher ist auch der Stromverbrauch. Als Faustregel gilt: 1 cm Eis entspricht 10% mehr Stromverbrauch. Tauen Sie daher die Geräte regelmäßig ab.

Zu guter Letzt: die wichtigsten Tipps um effizient Strom zu sparen!

Viele Geräte benötigen auch im ausgeschalteten Zustand einiges an Strom (sog. Standby-Modus). Manche Geräte verbrauchen pro Jahr sogar mehr Energie im Standby-Modus als für den eigentlichen Betrieb. Schalten Sie daher alles aus, das nicht gerade gebraucht wird. Oft – zB bei Fernsehern mit Audiosystem, Spielekonsole der Kinder, usw. – hilft auch das einstecken eines Mehrfachsteckers, der alle Geräte gleichzeitig ein- und ausschalten kann. Durch diese einfache Maßnahme kann spürbar Strom gespart werden, was Ihre Geldtasche am Ende des Jahres freuen wird.

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